2. August 2026
Die letzte dunkle Küste
von Jan Hüfner
Ein Riss im Dunkel
Wer heute Abend in den Himmel schaut, sieht selten noch nur Sterne. Zwischen den vertrauten Lichtpunkten ziehen andere, stetigere Punkte ihre Bahn: Satelliten, die Sonnenlicht zu uns herunterreflektieren, bis sie im Schatten der Erde verschwinden. Was vor wenigen Jahren noch eine Seltenheit war, ist heute alltäglich geworden. Über 14.000 aktive Satelliten umkreisen derzeit die Erde, mehr als 32.000, zählt man ausgefallene Geräte und Trümmer hinzu. 2019, vor dem ersten großen Start der Starlink-Konstellation, waren es noch rund 2.000.[2]
Was gerade zur Genehmigung bei der US-Regulierungsbehörde FCC liegt, würde diese Zahl noch einmal um ein Vielfaches übersteigen. Der Astronom Olivier Hainaut von der Europäischen Südsternwarte (ESO) hat in einer im Fachjournal Astronomy & Astrophysics angenommenen Studie erstmals systematisch berechnet, was das für den Nachthimmel bedeuten würde und kommt zu einem klaren Ergebnis: Die derzeit angemeldeten Pläne hätten „verheerende Auswirkungen“ auf die astronomische Beobachtung.[1]
Was gerade über unseren Köpfen entschieden wird
Insgesamt zählt Hainauts Studie mehr als 1,7 Millionen angemeldete Satelliten über 33 große Konstellationsprojekte.[2] Darunter, in loser Reihenfolge der Größe:
- SpaceX' „Orbital Data Centers“: Über eine Tochtergesellschaft hat der Konzern bei der FCC die Genehmigung für bis zu eine Million Satelliten beantragt, die als solarbetriebene Rechenzentren im Orbit dienen sollen. In der Antragsschrift selbst heißt es, das System sei „der erste Schritt hin zu einer Zivilisation der Kardaschow-Stufe II – einer, die die volle Kraft der Sonne nutzen kann.“[4]
- Reflect Orbital: Das US-Start-up will mit spiegelartigen Satelliten nachts Sonnenlicht auf die Erde lenken, um Solarfelder, Rettungseinsätze, Innenstädte oder Nutzpflanzen zu beleuchten. Geplant sind 5.000 Satelliten bis 2030 und 50.000 bis 2035; ein erster Testsatellit („Eärendil-1“) wurde Anfang Juli 2026 von der FCC genehmigt.[3]
- E-Space: Die Konstellation „Cinnamon“ ist mit über 300.000 Satelliten angemeldet.[2]
- China CTC-1 und CTC-2: Die beiden chinesischen Netzwerke haben zusammen rund 200.000 Satelliten angemeldet.[2]
Nicht jede Anmeldung wird tatsächlich in dieser Größe umgesetzt – selbst E-Space-Gründer Greg Wyler hat öffentlich angedeutet, sein Unternehmen plane nicht, die volle angemeldete Zahl auch zu bauen.[5] Auch der deutsche Raumfahrtexperte Manuel Metz vom DLR bezweifelt, dass es je so viele werden: „Pauschal gibt es niemanden, der die Zahl der Satelliten begrenzt.“[1] Dass trotzdem fast alle großen Antragsteller im siebenstelligen Bereich planen, ist kein Zufall, sondern die logische Folge eines Zuteilungssystems, das Frequenzen und Orbitalslots im Kern nach dem Prinzip „wer zuerst meldet, sichert sich Optionen“ vergibt. Wer hoch pokert, riskiert wenig: Papier ist geduldig. Das Risiko einer Überzeichnung trägt am Ende nicht das Unternehmen, sondern der Nachthimmel selbst.
Der Preis der Sichtbarkeit
Hainauts Simulationen unterscheiden drei Effekte.[2] Erstens: direkte Bildverluste durch Satellitenspuren. Für die geplante SpaceX-Konstellation berechnet er, dass eine einzelne Langzeitaufnahme des Very Large Telescope selbst 1,3 Stunden nach Ende der astronomischen Dämmerung noch über acht Satellitenspuren pro Bild enthalten könnte. Ein Verlust des nutzbaren Sichtfeldes von bis zu 28 Prozent. Zweitens: die Sättigung empfindlicher Kameras wie der des Vera-C.-Rubin-Observatoriums, dessen Aufnahmen für mehrere Stunden pro Nacht unbrauchbar werden könnten. Drittens, und das ist der neue Teil der Studie, die diffuse Aufhellung des gesamten Nachthimmels durch Streulicht: Selbst Satelliten, die für das bloße Auge unsichtbar bleiben, tragen zu einem Schleier bei, der den Himmel insgesamt heller macht.[3]
Besonders drastisch fällt dieser dritte Effekt für sehr helle Objekte aus. Für die vollständige Reflect-Orbital-Flotte von 50.000 Spiegelsatelliten berechnet Hainaut eine Aufhellung des Himmels um das Drei- bis Vierfache. Schon bei diesen 50.000 Satelliten wären laut Studie zu bestimmten Zeiten etwa 1.300 von ihnen gleichzeitig sichtbar – mit einer Helligkeit vergleichbar mit der Venus. „Aus einer von Lichtverschmutzung betroffenen Stadt wie München wären diese Hunderte von Satelliten die einzigen 'Sterne', die am Nachthimmel überhaupt noch zu sehen wären“, schreibt die ESO.[3]
Hainauts Fazit ist kein kategorisches Nein zu Satelliten, sondern ein Grenzwert: Um die Himmelsbeobachtung dauerhaft zu sichern, sollte die Gesamtzahl der Satelliten in der Erdumlaufbahn 100.000 nicht überschreiten, vorausgesetzt, sie bleiben schwächer als die Grenzhelligkeit für das bloße Auge (Größenklasse 7).[3] „Das ist kein starrer Grenzwert im Sinne von: 99.999 ist gut und 100.001 ist schlecht“, räumt er selbst ein. „Aber bei 100.000 bewegen sich die Verluste in etwa auf dem Niveau anderer technischer Ausfälle.“ Persönlich, sagt er, wären ihm 50.000 lieber.[3]
Die unsichtbare Fracht
Was Hainaut selbst offen zugibt: Seine Studie behandelt allein die Astronomie. Sie berücksichtigt weder die Überfüllung der Umlaufbahnen noch den Weltraumschrott noch die Verschmutzung der Atmosphäre durch Starts und Wiedereintritte.[3] Genau hier setzen andere, ebenfalls aktuelle Studien an. Und das Bild, das sie zeichnen, ist uneinheitlicher, als es die Schlagzeilen suggerieren.
Ein Forschungsteam um Eloise Marais und Connor Barker vom University College London hat die Klimawirkung von Raketenstarts und Wiedereintritten in Earth's Future untersucht. Ihr zentraler Befund: Der Ruß, den kerosinbetriebene Raketen wie die Falcon 9 in die obere Atmosphäre schießen, wirkt dort, fernab von Regen, der ihn sonst auswaschen würde, bis zu 500-mal stärker auf das Klima als Ruß in Bodennähe. Bis 2029, schätzt das Team, wird die Raumfahrtindustrie jährlich rund 870 Tonnen Ruß freisetzen; Megakonstellationen allein wären dann für 42 Prozent der gesamten Klimawirkung des Raumfahrtsektors verantwortlich.[7] Marais formuliert das Ergebnis unmissverständlich: „Die Umweltverschmutzung durch die Raumfahrtindustrie gleicht einem kleinskaligen, unregulierten Geoengineering-Experiment, das zahlreiche unbeabsichtigte und schwerwiegende ökologische Folgen haben könnte.“[8]
Bei der Ozonschicht selbst zeichnet dieselbe Studie überraschend ein vorsichtigeres Bild: Der gesamte Ozonabbau durch alle Raketenstarts zusammen liegt laut Barker und Marais bis 2029 bei etwa 0,02 Prozent, verglichen mit rund 2 Prozent durch die längst regulierten Stoffe des Montreal-Protokolls. Megakonstellationen, die überwiegend chlorfreies Kerosin verwenden, tragen davon nur etwa ein Zehntel bei. Das Klimaproblem durch Ruß ist also, nach dieser Studie, deutlich drängender als das Ozonproblem durch Chlor beim Start.
Andere Forschungsgruppen kommen über einen ganz anderen Pfad zu größerer Sorge: nicht beim Start, sondern beim Wiedereintritt. Ein Team um Joseph Wang von der University of Southern California berechnete 2024 in Geophysical Research Letters, dass ein typischer 250-Kilogramm-Satellit beim Verglühen rund 30 Kilogramm Aluminiumoxid-Nanopartikel freisetzt. Also Partikel, die an ihrer Oberfläche genau jene Reaktionen katalysieren, bei denen aus chlorhaltigen Verbindungen ozonzerstörendes Chlor abgespalten wird.[10] Tückisch dabei: Es dauert den Berechnungen zufolge bis zu 30 Jahre, bis diese Nanopartikel von der Mesosphäre in die schützende Ozonschicht absinken. Ein Effekt mit jahrzehntelanger Verzögerung, den heutige Klimamodelle erst allmählich abbilden.[10] Bei fortgesetztem Ausbau der Megakonstellationen rechnen die Forschenden mit über 360 Tonnen Aluminiumoxid pro Jahr, also etwa 20-mal so viel wie 2022.[10] Ein US-Team um Christopher Maloney vom Forschungsinstitut CIRES kam mit einem eigenen Modell zu ähnlichen Größenordnungen und zusätzlich zu einem zweiten, eigenständigen Effekt: einer möglichen Erwärmung der mittleren Atmosphäre über den Polen um bis zu 1,5 Grad durch die infrarotabsorbierenden Metallpartikel.[9]
Auch beim Aufstieg selbst (nicht nur beim Wiedereintritt) warnt die Atmosphärenphysik vor Verzögerungseffekten. Ein internationales Team um Sandro Vattioni (ETH Zürich) und Laura Revell (University of Canterbury) simulierte, wie sich die erwartete Zunahme der Raketenstarts bis 2030 auf die Ozonschicht auswirken würde. Bei einem Szenario mit 2.040 Starts jährlich, also etwa dem Achtfachen von 2024, sagt ihr Modell eine globale Ozonabnahme von rund 0,3 Prozent voraus, saisonal über der Antarktis bis zu 4 Prozent.[11] Zahlen, die klein wirken, bis man sich erinnert, dass sich die Ozonschicht von den Schäden durch FCKW erst 2066 vollständig erholt haben soll und jede weitere Verzögerung diesen Zeitpunkt weiter hinausschiebt.[11] „Unregulierte Raketenemissionen könnten diese Erholung um Jahre oder gar Jahrzehnte verzögern“, schreibt Vattioni.[11]
Das ehrliche Fazit aus all diesen Studien ist kein einheitlicher Alarm, sondern ein Flickenteppich aus Unsicherheiten, die sich in dieselbe Richtung summieren: Startemissionen belasten vor allem das Klima, Wiedereintrittsemissionen vor allem die Ozonschicht, und beide Effekte wachsen mit jeder neuen Megakonstellation, während die Forschung selbst offen einräumt, dass ihr belastbare Direktmessungen fehlen.
Mehr als Messwerte: der Himmel als Gemeingut
Was in den Studien zu Ozon und Ruß nicht auftaucht, aber in den Kommentaren von Astronominnen und Rechtswissenschaftlerinnen immer wieder anklingt, ist eine andere, schwerer zu quantifizierende Dimension. Die Rechtswissenschaftlerin Samantha Lawler und der Jurist Gregory Radisic beschreiben ein Phänomen, das sie „Shifting Baseline Syndrome“ nennen: Jede Generation gewöhnt sich an einen etwas dunkleren, etwas stärker durchzogenen Nachthimmel als die vorherige. Bis Kinder, die heute geboren werden, zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte nicht mehr denselben Himmel erleben wie jede Generation vor ihnen. Für indigene Gemeinschaften, deren Orientierung, Erzähltraditionen und spirituelle Praxis seit jeher an einem lesbaren Nachthimmel hängen, ist das kein abstrakter Verlust, sondern ein sehr konkreter.[12] Auch die Biologie warnt: Ein aufgehellter Nachthimmel stört die inneren Uhren von Menschen, Tieren und Pflanzen.
Dazu kommt ein technisches Risiko, das mit jeder neuen Konstellation wächst: der sogenannte Kessler-Effekt, eine sich selbst verstärkende Kettenreaktion von Kollisionen im Orbit. Schon heute kreisen mehr als 50.000 Trümmerteile von über zehn Zentimetern Größe um die Erde. Ohne ständige Ausweichmanöver, rechnen Fachleute, wäre im Schnitt alle 3,8 Tage mit einer größeren Kollision zu rechnen. Radisic und Lawler schlagen deshalb eine „Dark Skies Impact Assessment“ vor: ein systematisches Prüfverfahren, das kulturelle, wissenschaftliche und ökologische Folgen von Megakonstellationen bewerten soll, bevor sie genehmigt werden, ähnlich einer Umweltverträglichkeitsprüfung.[12] Es ist, im Kern, die Forderung, dem Nachthimmel selbst eine Art Parteistellung im Verfahren einzuräumen, nicht nur den Unternehmen, die ihn nutzen wollen. Dass ein solches Verfahren bislang nicht existiert, ist bezeichnend für die Regulierungslogik des gesamten Sektors: Die Beweislast liegt faktisch bei jenen, die einen Schaden im Nachhinein nachweisen müssen, nicht bei jenen, die ihn vorab ausschließen müssten. Genehmigt wird, solange niemand hinreichend beweisen kann, dass hunderttausende Satelliten schaden und nicht erst, wenn jemand beweist, dass sie es nicht tun.
Kardaschow oder Resonanz
Zwischen den Zeilen der Antragsschrift, mit der SpaceX seine Million Satelliten bei der FCC begründet, steckt eine Weltanschauung, die es wert ist, ausgesprochen zu werden: Das System sei „der erste Schritt hin zu einer Zivilisation der Kardaschow-Stufe II“ – einer Zivilisation, die die volle Energieleistung ihres Sterns beherrscht.[4] Es ist eine Vision von Fortschritt als Landnahme: der Orbit als nächste Ressource, die Sonne als nächste Energiequelle, das Weltall als nächstes Territorium. Bezeichnend ist dabei, wer über diese Zukunft entscheidet: eine Handvoll privater Unternehmen und eine einzige nationale Behörde, deren Zuständigkeit sich vor allem daraus ergibt, dass die größten Antragsteller in den USA sitzen. Nicht ein globales Gremium, das im Namen all jener entscheidet, die denselben Himmel teilen.
Olivier Hainaut, der Astronom, dessen Studie diesen Text überhaupt erst ausgelöst hat, wählt für denselben Ort ein ganz anderes Bild. Er nennt die niedrige Erdumlaufbahn eine „kosmische Küstenlinie … von immensem Wert für das moderne Leben, von der globalen Vernetzung bis hin zu unserem freien Blick in das Universum“, die es zu regulieren gelte, „damit die Umlaufbahn für kommende Generationen zugänglich bleibt.“[3] Eine Küste ist kein Territorium, das man erobert. Sie ist ein gemeinsamer Rand, an dem sich zwei Welten berühren: Meer und Land, Erde und Kosmos, das Eigene und das Andere. Genau diese Beziehung, nicht die Eroberung, ist die Haltung, aus der die Gaionauten auf diese Zahlen blicken.
Was die Gaionauten daraus lernen
Wir haben in diesem Blog schon einmal beschrieben, wie ein Fluss durch eine Systemaufstellung zum Gegenüber wurde, das nicht mehr nur beherrscht, sondern gehört werden wollte (Wenn Flüsse eine Stimme haben). Der Nachthimmel ist, in gewisser Weise, der älteste und am wenigsten besessene aller solcher Gegenüber. Kein Mensch hat ihn je bewohnt, bepflanzt oder markiert. Er war die eine Fläche, die allen Kulturen zu allen Zeiten gemeinsam gehörte: der ursprüngliche Weltinnenraum, in dem sich, wie Rilke es einmal in Worte fasste, die Vögel und mit ihnen unsere Blicke still hindurch bewegten.
Was diese Studien zeigen, ist kein Grund zur Panik, aber ein Anlass zur Wachsamkeit: Die Frage ist nicht mehr, ob der Nachthimmel sich verändert. Er verändert sich bereits, messbar und, in kosmischen Maßstäben gedacht, rasend schnell. Die Frage ist vielmehr, ob wir diese Veränderung als das behandeln, was sie ist: eine Entscheidung, die alle betrifft, aber bislang nur wenige treffen. Über 1.800 Stellungnahmen erreichten die FCC allein zum Reflect-Orbital-Antrag, fast 1.500 zum SpaceX-Antrag.[3] Es ist eine kleine, aber konkrete Form von Resonanz: Menschen, die sich zu Wort melden, weil ein Himmel, den sie nie besessen haben, ihnen trotzdem etwas bedeutet.
Vielleicht ist das die eigentliche Aufgabe des Gaionauten in dieser Geschichte: nicht gegen die Technik zu sein, die uns verbindet, ernährt und warnt: Satelliten retten Leben bei Katastrophen, versorgen abgelegene Regionen mit Internet, beobachten das Klima und liefern uns somit auch wichtige Daten für unseren Resonanz-Dome.[6] Sondern daran zu erinnern, dass jede Küste, die wir bebauen, auch eine Küste ist, die wir verlieren können. Und dass der Blick nach oben, in eine Dunkelheit voller Sterne, zu den ältesten Resonanzräumen der Menschheit gehört, lange bevor wir lernten, sie zu kartieren, zu besetzen und zu vermessen. Auch wenn uns dieser Himmel nicht egal ist, zeigt es einmal mehr, wie wichtig ein radikaler Perspektivwechsel zumindest im Moment wäre, um uns stärker auf die Themen auf der Erde und (zwischen) uns selbst zu fokussieren. Bis sich irgendwann wieder ein Gleichgewicht eingestellt haben würde, dass uns wieder entspannter in die Ferne schauen ließe. Und doch sollte klar geworden sein, wie wichtig es ist, den Blick ins Weltall nicht gänzlich aus den Augen zu verlieren. Zumindest als Kontrollfunktion. Und, um besser abwägen zu können, wie wichtig Satellitendaten wirklich für uns sind. Selbst dann, wenn wir nur sekundäre Nutzer solcher Informationen sind und nie auf die Idee kommen würden, selbst einen Antrag zu stellen, um einen Satelliten gen Himmel zu schießen. Genau deshalb darf diese Entscheidung nicht denen allein überlassen bleiben, die sie stellen: Ein Himmel, der allen gehört, verdient eine Zukunft, die nicht im Alleingang einiger weniger Unternehmen und einer einzigen Behörde verhandelt wird, sondern eine, die den Namen Resonanz auch wirklich verdient.
[1] n-tv.de: „Astronomen warnen eindringlich: Geplante Satelliten-Anzahl hätte 'verheerende Auswirkungen'“, 2.8.2026, https://www.n-tv.de/wissen/Geplante-Satelliten-Anzahl-haette-verheerende-Auswirkungen-id31142875.html
[2] Hainaut, O. R., „Large or bright satellite constellations – Effects on observations, including background sky brightness“, Astronomy & Astrophysics (im Druck), ESO 2026, PDF: https://www.eso.org/public/archives/releases/sciencepapers/eso2607/eso2607a.pdf
[3] ESO-Pressemitteilung eso2607de, „Die Grenze ist überschritten“: Eine Million Satelliten und Spiegel im Weltraum stellen eine ernsthafte Bedrohung für den Nachthimmel dar„, 1.7.2026, https://www.eso.org/public/germany/news/eso2607/?lang
[4] FCC Space Bureau, Public Notice DA-26-113, „Space Bureau Accepts for Filing SpaceX's Application for Orbital Data Centers“, 4.2.2026, https://docs.fcc.gov/public/attachments/DA-26-113A1.pdf
[5] Jonathan McDowell, Jonathan's Space Report – Constellation List, https://planet4589.org/space/con/conlist.html
[6] n-tv.de: „'Unreguliertes Experiment': Forscher warnen vor Tausenden neuen Satelliten“, 24.5.2026, https://www.n-tv.de/wissen/Forscher-warnen-vor-Tausenden-neuen-Satelliten-id30841125.html
[7] Barker, C. R., Marais, E. A. et al., „Radiative Forcing and Ozone Depletion of a Decade of Satellite Megaconstellation Missions“, Earth's Future 14(5), 2026, https://doi.org/10.1029/2025EF007229
[8] UCL News: „Satellite launch pollution rapidly accumulating in the upper atmosphere“, 14.5.2026, https://www.ucl.ac.uk/news/2026/may/satellite-launch-pollution-rapidly-accumulating-upper-atmosphere
[9] tagesschau.de: „Beschleunigt Satellitenschrott den Klimawandel?“, zuletzt aktualisiert 4.3.2026, https://www.tagesschau.de/wissen/klima/satellitenschrott-beschleunigt-klimawandel-100.html
[10] Ferreira, J. P. et al. (Team um Joseph Wang, USC), „Potential ozone depletion from satellite demise during atmospheric reentry in the era of mega-constellations“, Geophysical Research Letters 51, 2024, zit. n. Spektrum.de: „Atmosphäre: Verglühende Satelliten schädigen die Ozonschicht“, 13.6.2024, https://www.spektrum.de/news/atmosphaere-vergluehende-satelliten-schaedigen-die-ozonschicht/2219587
[11] Vattioni, S. & Sukhodolov, T., „Das neue Weltraumzeitalter könnte die Ozonschicht ausdünnen“, ETH Zürich Zukunftsblog, 17.7.2025 (mit Bezug auf Revell, L. E. et al., npj Climate and Atmospheric Science 8, 212, 2025), https://ethz.ch/de/news-und-veranstaltungen/eth-news/news/2025/07/blog-das-neue-weltraumzeitalter-koennte-die-ozonschicht-ausduennen.html
[12] Radisic, G. & Lawler, S., „Too many satellites? Earth's orbit is on track for a catastrophe—but we can stop it“, The Conversation / phys.org, 18.2.2026, https://phys.org/news/2026-02-satellites-earth-orbit-track-catastrophe.html