Der Leipziger Auwald ist durstig. Er braucht Wasser, und für ihn ist es ein Wettlauf gegen die Zeit. Rund 4.760 Hektar Wald, und über lange Zeit hat er Wasser verloren. Jetzt arbeitet Leipzig in einem langen Prozess an einem Gesamtkonzept für die Auen, dem Auenentwicklungskonzept.

Unsere Auwald-Kampagne begleitet diesen Weg. Sie verbindet Umweltschutz, Demokratie und Kunst und stellt eine einfache Frage: Wer spricht eigentlich für den Wald?

Der rote Faden

Ein Recht auf dem Papier bleibt wirkungslos, solange niemand es aktiv trägt. Das gilt für Menschenrechte, und es gilt für die Rechte der Natur.

Leipzig kennt diese Erfahrung. 1986 gründete sich hier die Arbeitsgruppe Menschenrechte und nahm den Staat bei seinen eigenen Zusagen beim Wort. Denselben Gedanken tragen wir auf die Natur: den Staat an seinen eigenen Naturschutz-Versprechen messen, von europäischen Vorgaben bis zum Leipziger Plan für die Auen. Die konkreten Regelwerke findest du im Auwald-Atlas.

Unser roter Faden heißt Beteiligung als Verantwortung: der Schritt vom Fordern zum Mitmachen. Selbst für ein Recht einstehen, statt es nur zu verlangen. Menschenrechte und Rechte der Natur brauchen beide Menschen, die für sie einstehen. Bleibt die Leitfrage: „Wer spricht für den Wald? Und mit welchem Recht?“

Was wir vorhaben

Das Bild dahinter ist ein Parlament der Lebewesen. Bäume, Tiere und Gewässer bekommen eine Stimme, vertreten von Menschen als Paten und gestützt auf Daten. Die Technik liefert Fakten und Bilder. Sie spricht nie selbst als die Natur.

Unser Ansatz

Hinter der Kampagne steht unsere Arbeitsweise, der Resonanz-OS-Ansatz: nicht beherrschen, sondern zuhören.

Aus den vielen Stimmen und Daten zum Auwald verbinden wir ein Bild, das im Resonanz-Dome erlebbar wird. Die Naturstimme bleibt dabei immer eine zusätzliche, belegte Stimme, die Entscheidung treffen Menschen.

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Jetzt mitforschen

Die drei Atlanten kannst du frei erkunden:

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