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Seehnjourtistan 

Vorwärts und Zurück zur Großfamilie


Warum dieser Name?

Seehnjourtistan ist ein Kunstwort. Es klingt wie ein fernes Land und steckt voller Sehnsucht. Genau darum geht es: um die Sehnsucht nach einem anderen Zusammenleben. Nach einem Ort, an dem Fürsorge nicht auf Kosten der Fürsorgenden geht. Und an dem kein Lebewesen allein gelassen wird.

Die Situation

Unser Pflegesystem steckt in der Krise. Personalmangel, Überlastung, zu wenig Geld. Gleichzeitig vereinsamen immer mehr Menschen, ob alt oder jung. Die Art, wie unsere Gesellschaft Fürsorge organisiert, funktioniert so nicht mehr. Und die Politik tastet sich mit unhaltbaren Versprechungen visionslos von Krise zu Krise.



Die Vision

Seehnjourtistan ist die Idee eines Ortes, an dem verschiedene Generationen und Lebewesen zusammenleben und füreinander da sind. Stell dir vor:

  • Ältere Menschen teilen ihre Erfahrungen und werden in ihrer Würde begleitet, nicht verwaltet
  • Kinder und Jugendliche wachsen in einer lebendigen Umgebung auf und lernen voneinander
  • Tiere sind Gefährten und Lehrer, nicht Ressourcen
  • Gärten und Landwirtschaft versorgen die Gemeinschaft und verbinden alle mit der Natur

Die Bewohnerinnen und Bewohner gestalten ihren Alltag so weit wie möglich selbst. Eine weitgehend autarke Kreislaufwirtschaft gibt dem Alltag Sinn und Struktur. Musik, Kunst und Handwerk schaffen Freude und Begegnung.

Wie das konkret aussehen könnte

  • Die Architektur fügt sich organisch in die Umgebung ein, statt sich von ihr abzuschotten
  • Integrierte Einrichtungen wie Musikschulen, Werkstätten und Tierheime öffnen den Ort nach außen und schaffen Verbindung zur Nachbarschaft
  • Sinnstiftende Tätigkeiten ersetzen reine Beschäftigung: Jeder Mensch trägt bei, was er oder sie kann
  • Ökologisches und care-ökonomisches Denken gehen Hand in Hand und geben den Ton in der Gesellschaft an

Ein Gegenentwurf

Seehnjourtistan ist kein fertiger Bauplan. Es ist eine Vision, die wir gemeinsam weiterdenken wollen. Ein Gegenentwurf zu einer Gesellschaft, die Fürsorge in Einrichtungen auslagert und Natur als Kulisse betrachtet.

Die zentrale Frage lautet: Wie wollen wir füreinander sorgen? Und was können wir von der Natur darüber lernen?