Was ändert sich, wenn wir uns wirklich als Teil der Natur begreifen und nicht länger ihre Beherrscher sein wollen? Dieser Frage gehen wir in unseren Resonanz-Laboren und im bundesweiten Netzwerk Rechte der Natur nach. Sie reicht bis in unsere Sprache und unsere Wahrnehmung, bis zu der Frage, wem wir eine Stimme zugestehen. In Neuseeland ist ein Fluss seit 2017 vor dem Gesetz ein Subjekt mit eigenen Rechten. Bei uns gilt der Leipziger Auwald vor dem Gesetz als reines Objekt, als Sache.
An diesem Abend hören wir ihm gemeinsam zu. Aus echten Messdaten werden Bild und Klang: Regen, der fällt oder ausbleibt, ein Boden, der austrocknet, Baumkronen, wie der Satellit sie sieht. Dann kommen Eiche, Fluss und Grundwasser zu Wort, aber nur so weit, wie ihre Messwerte reichen...
Danach wählen wir uns einen echten Absatz aus dem Auenentwicklungskonzept, dem Plan der Stadt für die Zukunft der Aue. Wir würdigen die mühevolle Arbeit dahinter und schreiben ihn mit allen, die mögen, weiter: Was müsste sich ändern, wenn der Auwald selbst darin zu Wort käme? Der Abend ist der Auftakt unserer Auwald-Republik. Bis Mai 2027 wollen wir Leipzigerinnen und Leipziger verschiedener Altersstufen dafür gewinnen, ein Mandat für Eiche, Fluss oder Grundwasser zu übernehmen und öffentlich für sie zu sprechen.
Mitwirkende
Jan Hüfner (philosophischer Volkswirt und Mediator / Gaionauten e.V., Resonanz-Labor Leipzig)
Richard Schut (XR-Künstler und KI-Entwickler / Power of Moo, Gaionauten e.V.)
Ausführliche Vorstellungen
Anmeldung und Tickets
Eine eigene Anmeldung für die Werkstatt gibt es nicht, das Ticket gilt für den gesamten Abend.