"Opium" für's Familiengericht
Wenn Wertschätzung den Konflikt entschärft
Die Situation
Wenn Eltern sich trennen, leiden vor allem die Kinder. Familiengerichtliche Verfahren finden oft in einer Atmosphäre statt, die Konflikte eher verschärft als löst: juristische Sprache, gegnerische Positionen, überlastete Fachkräfte.
Die Eltern sind überwältigt von ihren eigenen Emotionen und verlieren die Bedürfnisse ihrer Kinder aus dem Blick. Anwälte, die von Berufs wegen Partei ergreifen, gießen nicht selten zusätzlich Öl ins Feuer.
Unser Vorschlag
Was wäre, wenn es im Familiengericht jemanden gäbe, der von Anfang an Wertschätzung in das Verfahren einbringt?
Wir schlagen einen psychologisch geschulten Verfahrensbeistand vor, der sich nicht nur um die Kinder kümmert, sondern auch um die verletzten inneren Kinder der Trennungseltern. Denn hinter den meisten Konflikten stecken alte Verletzungen, die in der Krise wieder aufbrechen.
Wenn es gelingt, diese Verletzungen anzuerkennen und einen sicheren Raum zu schaffen, verändert sich etwas Grundlegendes: Stress sinkt, Offenheit wächst, konstruktive Lösungen werden möglich.

Sieht so ein Familiengericht aus?
Quelle: Renate Alf
Warum "Opium für´s Familiengericht"?
Der Name ist ein Wortspiel: Wenn Menschen sich wertgeschätzt und verstanden fühlen, schüttet unser Gehirn körpereigene Opioide aus. Das sind natürliche Botenstoffe, die Stress reduzieren und Offenheit für konstruktive Lösungen fördern.
Dieses "Opium fürs Familiengericht" ist also keine Betäubung, sondern eine Öffnung: Resonanzprinzipien dort einsetzen, wo sie am dringendsten gebraucht werden.
Was das bringen kann
- Für die Kinder: Weniger Belastung, schnellere Lösungen, Eltern die wieder kooperieren
- Für die Eltern: Wertschätzung statt Vorwürfe, Verständnis statt Kampf
- Für das Helfersystem: Entlastung von Gerichten, Jugendämtern und Fachkräften
- Für die Gesellschaft: Erhebliche emotionale, gesundheitliche und finanzielle Einsparungen
Weitergedacht
Stell dir vor, Gerichtsräume würden zu integrierten Co-Parenting-Zentren umgestaltet. Orte, an denen Achtsamkeitsübungen, professionelle Begleitung und eine resonanzfähige Atmosphäre Eltern dabei helfen, über den unmittelbaren Konflikt hinauszublicken. Und sich wieder auf das zu konzentrieren, was wirklich zählt: das Wohl ihrer Kinder.